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Eine Spendenbescheinigung kann bei Bedarf per E-Mail angefordert werden:
buergerverein.egg@gmail.com
News:
SWR berichtet über die geplante Stromtrasse in Egg ab Minute 08:07
Der SWR hat am 05.06.2026 in der Sendung „SWR Aktuell Baden-Württemberg“ über die geplante Stromtrasse und die Situation in Egg berichtet. Der Beitrag zeigt, warum sich viele Bürgerinnen und Bürger für eine faire und ortsverträgliche Lösung einsetzen.
Heute Egg – morgen andere Gemeinden?
Heute betrifft es Egg. Morgen kann es andere Gemeinden treffen.
Wenn beschleunigte Genehmigungsverfahren von Hochspannungsstromleitungen dazu führen, dass Alternativen nicht mehr geprüft, Lärmschutzstandards großzügiger ausgelegt und massive Eingriffe in unmittelbarer Nähe zu Wohnhäusern hingenommen werden, betrifft das nicht nur die Menschen in einem Dorf im Südschwarzwald. Dann geht es um den künftigen Umgang mit großen Stromnetzprojekten in ganz Deutschland.
Deshalb ist unser Widerstand wichtig: für Egg, für die betroffenen Familien und für eine Planungskultur, bei der Energiewende, Gesundheitsschutz, Natur, Eigentum und Bürgerrechte fair gegeneinander abgewogen werden.
Aktueller Spendenaufruf:
Der Bürgerverein Egg setzt sich gegenwärtig für eine faire und ortsverträgliche Trassenführung ein. Damit wir im laufenden Genehmigungsverfahren weiterhin die Interessen der Bevölkerung vertreten und den bevorstehenden Planfeststellungsbeschluss fachlich und anwaltlich prüfen lassen können, benötigen wir Ihre Unterstützung.
Unser aktueller Spendenstand am 07.06.2026 beträgt:
EUR 18'700
Warum dieser Fall über Egg hinaus Bedeutung hat
--> Mehr dazu weiter unten auf der Webseite
Die beiden Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW und die schweizer Swissgrid AG planen einen sogenannten Ersatzneubau der Hochspannungs-Stromtrasse von Rippolingen nach Istein. Die TransnetBW hat dafür die Planunterlagen zur Genehmigung beim Regierungspräsidium Freiburg eingereicht. Es läuft dazu ein Planfeststellungsverfahren. Die Unterlagen sind unter folgendem Link einsehbar: (https://rpf.baden-wuerttemberg.de/abt2/ref24/planfeststellung/ersatzneubau-und-netzverstaerkung-rippolingen-istein/)
Die bestehende Stromtrasse soll ersetzt und aufgerüstet werden. Die Trasse soll wie bisher mitten durch das Dorf Egg verlaufen. Eine alternative Trassenführung hat die TransnetBW nicht geprüft, und sie plant auch nicht dies zu tun.
Dabei wird die bestehende Stromtrasse nicht einfach durch eine neue ersetzt. Die geplanten Masten werden teilweise 50-100% höher und wesentlich massiver. Im Egger Dorfzentrum würde der geplante Mast beispielsweise rund 24 Meter höher ausfallen als der Bestandsmast – dies entspricht in etwa der Höhe von acht zusätzlichen Stockwerken.
Auch die Dimension des Mastfußes verändert sich erheblich. Statt der bisherigen Fundamentfläche von 5 x 5 Metern ist ein Mastfuß von knapp 15 × 15 Metern vorgesehen. Dies entspricht einer Vergrößerung um etwa den Faktor 9.
Hinzu kommt, dass die Übertragungskapazität der Leitung nach den Angaben in den Unterlagen deutlich steigen soll, etwa auf das Vier- bis Fünffache der heutigen Kapazität. Damit würde die Leitung künftig eine Leistungsdimension erreichen, die rechnerisch der Anschlussleistung von 4 bis 5 Kernkraftwerken entspricht. Spannung und Stromstärke steigen, grössere Elektromagentische Felder und Lärm sind die Folge.
Die Stromtrasse mitten durch Egg wird dementsprechend zu einer regelrechten Strom-Transitautobahn von europäischer Bedeutung.
Für die Bewohner von Egg bedeutet das Vorhaben konkret:
den Verlust an Lebensqualität,
eine starke visuelle Belastung,
mehr ständiger Lärm tagsüber, wie nachts, und insbesondere bei feuchter, kalter Witterung
erhöhte elektromagnetische Strahlung (Krebs- und Demenzrisiko steigt).
Der Bürgerverein Egg setzt sich dafür ein, dass der Stromnetzausbau nicht zu einer jahrzehntelangen Belastung für unser Dorf, betroffene Familien und Grundstückseigentümer führt.
"Wir lehnen den Netzausbau nicht grundsätzlich ab, fordern aber eine faire, nachvollziehbare und umweltverträgliche Trassenführung."
Da sich die TrantsnetBW weigert eine Alternativenprüfung durchzuführen, hat sich der Bürgerverein Egg selbst dieser Aufgabe angenommen. Dazu hat der Bürgerverein einen eindeutig vorzugswürdigeren Trassenverlauf erarbeitet, welcher sich an bestehender Infrastruktur orientiert und das Dorf nördlich umgehen würde. Das Bündeln der Trassen würde außerdem die Natur und den Mensch schonen und hätte größere Siedlungsabstände zur Folge.
Solche alternativen Planungsüberlegungen lehnt der Vorhabenträger TransnetBW jedoch kategorisch ab und verweist auf die neue gesetzliche Lage in Deutschland zum beschleunigten Stromnetzausbau, bei dem keine Alternativenprüfung mehr notwendig seien.
Innerhalb des Bürgervereins Egg hat sich ein "Stromtrassen-Team" herausgebildet, welches das Planfeststellungsverfahren aktiv begleitet. Das Team besteht aus ca. 10 Personen, die die Planfeststellungsunterlagen geprüft und sich in die fachlichen und rechtlichen Themen eingearbeitet haben. Sie beraten betroffene Anwohnende und pflegen den Kontakt mit den betroffenen Gemeinden und mit Verbänden.
(Mitte 2026)
Der Bürgerverein Egg bereitet sich derzeit auf den anstehenden Planfeststellungsbeschluss vor, der laut Regierungspräsidium Freiburg Mitte 2026 veröffentlicht werden soll. Ziel ist es, den Beschluss umgehend nach Veröffentlichung rechtlich prüfen zu lassen und eine mögliche Klage vorzubereiten. Dafür sammeln wir Spenden und informieren die betroffenen Bürgerinnen und Bürger.
Der Bürgerverein Egg hat unter Anleitung von Thomas Bächle und Rainer Weiß eine alternative Trassenführung entlang bestehender Infrastruktur entwickelt, die es verdient ernsthaft geprüft zu werden. Die Alternative Trasse wird in der Einwendung des Bürgervereins erläutert. Die Einwendung liegt dem Regierungspräsidium Freiburg vor.
Vorteil der Trasse ist u.a. eine Bündelung mit anderen Stromtrassen in angemessener Distanz zu Wohnorten statt einer erneuten Führung mitten durch Egg hindurch.
Weitere Vorzüge der alternativen Trasse:
Entlastung von Egg und Rippolingen
Deutlich größere Abstände zur Wohnbebauung
Bessere Vorsorge für Gesundheit und Sicherheit
Weniger Zerschneidung von Landschaft und Natur
Wegfall einer Trasse durch sensible Bereiche
Geringerer zusätzlicher Flächenverbrauch
Der Bürgerverein Egg hat den für solche Bauprojekte vorgesehenen Verwaltungsweg ausgeschöpft:
Wir haben die Unterlagen geprüft, eine ortsverträglichere und vorzugswürdige Alternative eingebracht, Bürgerinnen und Bürger informiert, fristgerecht Einwendungen eingereicht und am Erörterungstermin teilgenommen.
Mit dem bevorstehenden Planfeststellungsbeschluss entscheidet das Regierungspräsidium Freiburg, ob und in welcher Form die neue Stromtrasse genehmigt wird. Wenn unsere zentralen Anliegen darin nicht ausreichend berücksichtigt werden, bleibt nur noch die anwaltliche Prüfung möglicher rechtlicher Schritte durch einen Fachanwalt für Umwelt-, Immissions- und Planungsrecht, sowie für Baurecht.
Genau dafür sammeln wir nun Spenden.
Jede Unterstützung hilft – unabhängig von der Höhe. Sie ist ein Zeichen der Solidarität mit den besonders betroffenen Familien und unterstützt das gemeinsame Anliegen, eine faire und ortsverträgliche Lösung für Egg zu erreichen.
Wir gehen den rechtlichen Weg nicht leichtfertig. Der Bürgerverein Egg hat den gesamten dafür vorgesehenen Verwaltungsweg genutzt. Unsere bisherige Arbeit hat gezeigt, dass es mehrere gewichtige Punkte gibt, die nach Veröffentlichung des Planfeststellungsbeschlusses fachlich und anwaltlich geprüft werden müssen.
Unter anderem sind dies folgende Punkte:
Vorzugswürdigkeit der Alternativtrasse: Unsere Alternative folgt dem Prinzip „Bündelung statt Neubelastung“. Sie nutzt beziehungsweise orientiert sich an bestehender Infrastruktur und ist außerdem deutlich ortsverträglicher als eine erneute Führung durch Egg.
Fragliche Planrechtfertigung: Aus unserer Sicht ist bislang nicht ausreichend nachvollziehbar dargelegt, warum die geplante Leitung in genau dieser Größe und Ausführung erforderlich sein soll. Die Begründung der TransnetBW bleibt zu allgemein und lässt wichtige Fragen zur tatsächlichen Notwendigkeit, Dimensionierung und Zwecksetzung offen. Gerade weil das Vorhaben erhebliche Auswirkungen auf Menschen, Natur, Landschaft und Eigentum hat, braucht es eine transparente und belastbare Begründung.
Lärm und Belastung für die Wohnbevölkerung: Die Schutzbedürftigkeit der Wohnbebauung in Egg wird vom Vorhabenträger im Lärmgutachten herabgestuft und mittels pauschalen Annahmen relativiert. Lärm muss jedoch realitätsnah bewertet werden – besonders nachts und bei Regen, Nebel oder Schnee!
Mehr als ein sogenannter "Ersatzneubau": Offensichtlich wird nicht nur eine alte Leitung gleichwertig ersetzt. Die neue Anlage wäre deutlich leistungsstärker, um ein vielfaches größer und belastender als die heutige Leitung.
Aufgrund dieser und weiteren Gründe wollen wir den Planfeststellungsbeschluss nicht ungeprüft hinnehmen, sondern fachlich und anwaltlich bewerten lassen.
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22.03.2023 Gemeinsame Stellungnahme mit Gemeinde Rickenbach, Stadt Bad Säckingen und Schwarzwaldverein Vorderer Hotzenwald; Vorstellung einer aus Sicht des Bürgervereins eindeutig vorzugswürdigen Alternativtrasse.
16.05.2023 Öffentliche Gemeinderatssitzung in Rickenbach mit TransnetBW; Aufruf zur Teilnahme durch Bürgerinnen und Bürger aus Egg.
11.07.2023 Gespräch mit Felix Schreiner MdB (CDU) zur Betroffenheit von Egg und zum Alternativvorschlag. https://www.suedkurier.de/region/hochrhein/rickenbach/buergerverein-hofft-auf-politische-unterstuetzung;art372616,11649820
12.07.2023 Bürgerinfomarkt von TransnetBW im Kursaal Bad Säckingen; erneute Information und Mobilisierung der Bevölkerung.
14.10.2023 Gespräch mit Sabine Hartmann-Müller MdL (CDU) und Bitte um politische Unterstützung.
27.07.2024 Online-Gespräch mit Niklas Nüssle MdL (Bündnis 90/Die Grünen) zur geplanten Stromtrasse.
21.03.2025 Antrag auf Planfeststellung durch den Vorhabenträger.
07.04.–
20.05.2025 Öffentliche Auslegung der Planunterlagen.
07.04.–
01.07.2025 Anhörungsverfahren und Möglichkeit zur Abgabe von Einwendungen.
07.04.–
01.07.2025 Prüfung des Planfeststellungsantrags der TransnetBW durch den Bürgerverein Egg; nach Vorarbeit der Expertengruppe wurde fristgerecht eine Einwendung eingereicht. Insgesamt gingen beim Regierungspräsidium rund 50 Einwendungen ein, unter anderem von den Gemeinden Rickenbach und Bad Säckingen, Privatpersonen und Verbänden.
04.06.2025 Information der Bürgerinnen und Bürger über Einwendungen; Bereitstellung eines Musterformulars durch den Bürgerverein.
01.07.2025 Ende der Einwendungsfrist.
10.10.2025 Erste Planänderung im Verfahren.
04.12.2025 Erörterungstermin mit dem Regierungspräsidium Freiburg in Willaringen.
ab 04.12.25 Seit Dezember 2025: Vorbereiten auf eine mögliche Klage; weitere fachliche Vertiefung und Aufarbeitung der rechtlichen Grundlagen;
28.01.2026 Weitere Planänderungen nach dem Erörterungstermin auch aufrgund der Einwendungen des Bürgervereins Egg
03.03.2026 Ortstermin mit Simon Herzog MdL (CDU) zur Betroffenheit von Egg und zum Alternativvorschlag.
26.03.2026 Interview mit dem SWR zu den geplanten Pauprojekten Stromtrasse und Batteriespeicher
14.04.2026 Präsentation „Weiteres Vorgehen des BV Egg“ in der Gemeinderatssitzung Rickenbach.
Diese Chronologie zeigt die bisherigen Aktivitäten des Bürgervereins Egg und des Stromtrassen-Teams im Zusammenhang mit dem Planfeststellungsverfahren zur Stromtrasse Rippolingen–Istein. Ziel war und ist es, die Betroffenheit von Egg sichtbar zu machen, Alternativen einzubringen und Bürgerinnen und Bürger zu informieren.
Informieren Sie Nachbarn, Freunde und Familie.
Unterstützen Sie die anwaltliche Prüfung mit einer Spende.
Unterschreiben Sie als direkt betroffene/r Anwohnende/r keine Vereinbarungen vorschnell.
Melden Sie sich beim Bürgerverein, wenn Sie betroffen sind, Fragen haben, oder helfen möchten.
Warum dieser Fall über Egg hinaus Bedeutung hat
Unser Widerstand ist wichtig
Bei diesem Vorhaben geht es um mehr als um einige Kilometer Hochspannungsleitung im Südschwarzwald. Es geht um die grundsätzliche Frage, wie in Zukunft große Energie-Infrastrukturprojekte in Zeiten des Klimawandels und unter dem Druck der notwendigen Energiewende geplant und genehmigt werden - und wie ernst die Belange von Bürgerinnen und Bürgern, Gesundheit, Natur, Landschaft und Eigentum dabei genommen werden.
Der Stromnetzausbau in Deutschland wurde in den vergangenen Jahren stark beschleunigt. Dafür wurden gesetzliche Verfahren vereinfacht, außerdem Lärmschutzstandards und Prüfpflichten reduziert, sowie Anforderungen an die Alternativenprüfung eingeschränkt .
Aus unserer Sicht darf Beschleunigung aber nicht dazu führen, dass sorgfältige Planung, die Prüfung verträglicher Alternativen und der Schutz der betroffenen Menschen in den Hintergrund treten.
Gerade deshalb ist der Fall Egg so wichtig. Hier soll eine deutlich größere und leistungsstärkere Höchstspannungsleitung in unmittelbarer Nähe zu Wohnhäusern entstehen – teils mit einem Abstand von weniger als 20 Metern zur Wohnbebauung. Was bei einer heutigen Neuplanung in dieser Nähe kaum vorstellbar wäre (Abstände von 400 Metern sind notwendig), soll hier unter dem Begriff „Ersatzneubau“ erneut durch das Dorf geführt werden – nur deutlich größer, leistungsstärker und belastender als bisher. Für die betroffenen Familien ist das keine abstrakte Planung, sondern ein massiver Eingriff in Alltag, Wohnumfeld, Landschaftsbild und Eigentum.
Wenn ein solches Großprojekt ohne ernsthafte Prüfung ortsverträglicher Alternativen durchgesetzt wird, hätte das Signalwirkung weit über Egg hinaus. Dann stellt sich die grundsätzliche Frage, wie viel Belastung einzelnen Orten und Familien zugemutet werden darf, wenn überregionale Infrastrukturinteressen im Raum stehen.
Auch die Begründung des Vorhabens muss aus unserer Sicht kritisch hinterfragt werden. Gerade weil der Gesetzgeber Planungsverfahren vereinfacht und die Anforderungen an die Alternativenprüfung eingeschränkt hat, ist eine besonders klare, konkrete und nachvollziehbare Planrechtfertigung erforderlich. Ein Infrastrukturprojekt mit derart erheblichen Auswirkungen auf Menschen, Eigentum, Natur und Landschaft muss den Betroffenen vor Ort verständlich erklärt und belastbar begründet werden.
Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Die TransnetBW ist sich dieser ausserordentlichen Verantwortung in Zeiten von gesetzlicher Vereinfachung und Netzausbaubeschleunigung überhaupt nicht bewusst. Sie lehnt Alternativen kategorisch ab, obwohl diese sogar in Eigeninitiative von der ansässigen Bevölkerung entwickelt und vorgeschlagen wurden. Infrastrukturprojekte die, die Öffenltichkeit betreffen werden ohne die Bevölkerung einfach "durchgedrückt", weil man mit der gesetzlichen Neulage in Sicherheit wiegt.
Klare Begründungen, warum dieses Infrastrukturprojekt notwendig wäre gibt es nicht. Der Ausbau wird oberflächlich mit Energiewende und der Versorgungssicherheit in Deutschland begründet. Großprojekte dieser Art benötigen jedoch konkrete projektbezogene Planrechtfertigungen und keine allgemeinen energiepolitischen Flosskeln.
Der Vorhabenträger nutzt die neuen gesetzlichen Spielräume für seine Interessen darüberhinaus noch aus. Es gibt eindeutige hinweise darauf, dass künftig grenzüberschreitende Energieflüsse und Stromtransit eine immer größere Rolle spielen werden. Da es in den verschiedenen Ländern unterschiedliche Strombörsen und Strompreise gibt sind diese Märkte im Zusammenhang wirtschaftlich interessant. Etwa in den Bereichen Batteriespeicher, Rechenzentren oder dem internationalen Stromhandel (Strompreisschwankungen). In Laufenburg (CH) entsteht gegenwärtig der grösste Redox-Flow-Batteriespeicher und ein KI-Rechenzentrum, welche beide künftig Unmengen an Strom abnehmen werden. Die Stromleitung Rippolingen-Istein (Verbindung Frankreich - Deutschland - Schweiz) steht in unmittelbarem Zusammenhang mit diesen Projekten. Die Belastungen würden dann vor allem die Menschen vor Ort tragen, während Nutzen und mögliche wirtschaftliche Vorteile andernorts entstehen können.
Unser Widerstand richtet sich nicht gegen den notwendigen Netzausbau in Deutschland. Wir erkennen an, dass eine sichere Energieversorgung, der Umbau des Energiesystems und der Klimaschutz wichtige Aufgaben sind.
Aber solche Großprojekte müssen den betroffenen Menschen vor Ort nachvollziehbar erklärt und ausreichend begründet werden. Sie dürfen nicht auf Kosten einzelner Dörfer und Familien erfolgen, wenn bessere und verträglichere Lösungen möglich sind.
Wir fordern gerade in Zeiten des beschleunigten Stromnetzausbaus in Deutschland eine faire, transparente und ortsverträgliche Planung. Wenn es eine bessere Alternative gibt, muss sie ernsthaft geprüft werden und darf nicht von vornherein ausgeschlossen werden.
Egg darf kein Beispiel dafür werden, dass Menschen die Folgen großer Infrastrukturentscheidungen tragen müssen, ohne dass ihre berechtigten Anliegen ausreichend berücksichtigt werden.
Lehnt der Bürgerverein die Stromtrasse grundsätzlich ab?
Nein. Wir fordern eine vernünftige und faire Trassenführung.
Warum sammelt der Bürgerverein Spenden?
Für die rechtliche Prüfung aller Planungsunterlagen, sowie des Planfeststellungsbeschlusses durch einen Fachanwalt für Umwelt-, Immissions- und Planungsrecht, sowie für Baurecht und für andere Bereichen des Verwaltungsrechts.
Was sollen betroffene Grundstückseigentümer tun, wenn sie Post vom Vorhabenträger TransnetBW bekommen?
Nicht vorschnell unterschreiben, Unterlagen sorgfältig prüfen und bei Unsicherheit Beratung z.B. beim Bürgerverein Egg einholen.